Geschichte

           Internationale R o s a - L u x e m b u r g - G e s e l l s c h a f t
Die „Internationale Rosa-Luxemburg-Gesellschaft“ ist kein fest organisierter, eingetragener Verein, sondern eine seit 37 Jahren bestehende informelle Vereinigung internationaler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, ohne formale Satzung und Mitgliedsbeitrag, ein Netzwerk zur Rosa-Luxemburg-Forschung, das alle zwei bis vier Jahre in verschiedenen Städten der Welt (bisher: Paris [2x], Tokio [2x], Beijing [Peking], Tampere [Finnland], Chicago, Warschau, Hamburg, Berlin [2x], Bochum, Zürich [2x], Guangzhou [Canton], Moskau, Seoul) Konferenzen zum Thema Rosa Luxemburg veranstaltet.

Guangzhou-32 (Small)

Prof. Dr. Narihiko ITO, Konferenz in Guangzhou, China, November 2004

Die erste wissenschaftliche Tagung der Gesellschaft fand im September 1980 in Zürich statt, und zwar auf Initiative des japanischen Rosa-Luxemburg-Forschers Prof. Dr. Narihiko ITO (Chuo-Universität Tokio), der seitdem diesem Netzwerk von Wissenschaftlern als Präsident oder Vorsitzender vorsteht. Ehrenamtlicher Sekretär war über lange Jahre der unterdessen verstorbene Züricher Buchhändler Theodor Pinkus (Stiftung "Studienbibliothek zur Geschichte der Arbeiterbewegung") und danach bis 1998 der Schweizer Historiker Dr. Markus Bürgi in Zürich, ab Januar 1999 Ottokar Luban (Berlin).

 Vor der “Perestroika” in der Sowjetunion und der „Wende“ in der DDR war es ein wichtiges Anliegen der "Internationalen Rosa-Luxemburg-Gesellschaft", eine Brücke zu den Historikerinnen und Historikern der osteuropäischen Länder und der damaligen DDR zu bilden, was gerade beim Thema "Rosa Luxemburg" vor dem politischen Umschwung auch zu Schwierigkeiten mit offiziellen Stellen dieser Staaten führte. So scheiterte noch im Januar 1989 die Absicht, die Konferenz in Ost- und West-Berlin durchzuführen, an dem Widerstand der DDR-Behörden, so dass nur in West-Berlin getagt werden konnte.
 Beachtlich war immer die starke Konferenzbeteiligung aus Asien, vor allem aus Japan, dessen Historiker/innen ein großes Interesse an der Geschichte der europäischen Arbeiterbewegung zeigen. Auch aus Südkorea, aus China und aus Indien beteiligten sich Forscher/innen an den Konferenzen. Schon 1994 war es möglich, eine Rosa-Luxemburg-Konferenz in Peking zu veranstalten. Die Teilnehmerliste der letzten Konferenzen in Tampere (1998), Zürich (2000), Bochum (2002), 2004 in Guangzhou (Canton, Südchina), Tokio (2007), Berlin (2009) und Moskau (2011) umfasste mit Wissenschaftler/innen aus Argentinien, Brasilien, China, Frankreich, Deutschland, Finnland, Indien, Japan, Litauen, Norwegen, Polen, Österreich, Russland, Schweden, Schweiz, Spanien, Südkorea, Türkei, Ungarn und den USA eine breite Palette von Herkunftsländern.

Guangzhou-39 (Medium)

Peter Hudis (USA); Ottokar Luban (Deutschland), Narihiko ITO (Japan),
 Alexander Vatlin (Russland), Evelin Wittich (Deutschland), Tanja Storlokken (Norwegen) in Guangzhou, November 2004

Die finanzielle Grundlage für die Arbeit der Gesellschaft war immer sehr bescheiden. Die Kosten für die Einladungsschreiben wurden zum größten Teil aus dem gespendeten Honorar einer Rosa-Luxemburg-Brief-Edition von Prof. Dr. Narihiko ITO gedeckt. Man könnte scherzhaft sagen: so trug Rosa Luxemburg selbst zur Unterstützung der Konferenzen bei.
Für die teilnehmenden Kolleginnen und Kollegen aus den osteuropäischen Ländern und dem Gebiet der (früheren) DDR sowie für junge Nachwuchswissenschaftler wurden meist die gesamten Kosten von den gastgebenden Städten und Universitäten getragen, teilweise auch die Kosten für weitere Referentinnen und Referenten. So steuerten beispielsweise die Stadtverwaltung und die Universität in Tampere sowie das Kulturdepartment und das Stadtparlament in Zürich, aber auch die Freie Universität Berlin und die Thyssenstiftung (für die Konferenz in Bochum) durch großzügige organisatorische und finanzielle Unterstützung zum Gelingen der entsprechenden Tagungen bei.
Auch von japanischen Institutionen kamen früher namhafte Spenden. Für die Konferenzen 2004, 2007, 2009 und 2011 hat die zentrale Rosa-Luxemburg-Stiftung für mehrere Teilnehmer/innen die Reise- und Aufenthaltskosten getragen, für die Konferenzen 2009, 2011 und 2013 in Berlin, Moskau bzw. Paris auch die organisatorisch-finanziellen Aufwendungen. Ansonsten kommen die Teilnehmer/innen für alle Kosten selbst auf. Auf dieser lockeren organisatorischen und bescheidenen finanziellen Grundlage hat die "Internationale Rosa-Luxemburg-Gesellschaft" seit 35 Jahren ihren Beitrag zur Erforschung der europäischen Arbeiterbewegung und zur internationalen Verständigung geleistet.
Abgesehen von vielen Veröffentlichungen von Referaten in Fachzeitschriften, wurden mehrfach Sammelbände mit Tagungsbeiträgen herausgegeben, von der Konferenz in Paris 1983 über die Tagung am „Institut für soziale Bewegungen der Ruhr-Universität“ Bochum 2002 bis zur Konferenz in Guangzhou, China (2004), zuletzt ein Tagungsband mit überarbeiteten Referaten der Konferenzen von Tokio (April 2007) und Berlin (Januar 2009) Ende Oktober 2010 und zur Tagung in Paris 2013 ein Themenheft (auf Französisch) der Zeitschrift Agone No. 59, 2016 Révolution et démocratie. Actualité de Rosa Luxemburg (ISBN : 9782748902297, 20.00 €) mit einer Auswahl erweiterter Referatstexte (Siehe Site “Konferenzbände”).

RL-Konferenz Jan 2009 Fayet bis Tych (Small)

Jean-Francois Fayet (Schweiz), Feliks Tych (Polen) und Ottokar Luban (Deutschland) auf der Konferenz in Berlin, Januar 2009, Panel 1: Biographisches zu Rosa Luxemburg, 

 In den ersten Oktobertagen 2011 fand die erste große internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz in Moskau statt. Man muss dabei bedenken, dass Rosa Luxemburgs wichtiges Manuskript über die russische Revolution erst 1990 in Moskau herausgegeben werden konnte, und zwar vom bekannten Historiker Prof. Dr. Jakow Drabkin, der mehrfach an unseren Konferenzen mitgewirkt hat und seit Jahren aktives Mitglied der Deutsch-Russischen Historiker-Kommission ist.
Am 4. und 5. Oktober 2013 versammelten sich in den traditionsreichen Räumen der Pariser Sorbonne-Universität über 150 internationale Wissenschaftler/innen und konferierten zum Thema “Rosa Luxemburg’s Concepts of Democracy and Revolution” Das vollständigen Programm ist auf der Site “Ankündigungen” zu finden, Videofilme aller Beiträge (Englisch und Französisch) unter http://www.lesfilmsdelan2.org/lesfilmsdelan2/Rosa_Luxemburg.html, ein erster Konferenzbericht auf Englisch unter:
http://transform-network.net/de/blog/blog-2013/news/detail/Blog/international-conference-on-rosa-luxemburg.html .
Die letzte internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz fand wieder in Asien statt, und zwar am 27. / 28. November 2015 in Seoul, Korea, an der Sungkonghoe University zum Thema 'Socialism in Asia and Europe'. Einzelheiten: http://www.ieas21.or.kr/rosa2015
Die nächste Konferenz ist für die letzte Aprilwoche 2018 in Chicago geplant.

Text: Ottokar Luban

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Prof. Dr. N a r i h i k o  I T O  85 Jahre
[English version below]

Am 24. Oktober 2016 beging der japanische Rosa-Luxemburg- und Friedensforscher, der Historiker Narihiko Ito, seinen 85. Geburtstag.

Narihiko Ito wurde 1931 in der alten Kaiserhauptstadt Kamakura geboren, wo er auch heute lebt. Bis zu seiner Emeritierung im Jahre 2002 lehrte er als ordentlicher Professor an der Fakultät für Geisteswissenschaften der Chuô-Universität in Tokio. Zwischenzeitlich nahm er Gastprofessuren, u.a. an der Universität Osnabrück, wahr. Sein soziales und wissenschaftliches Engagement konzentriert sich seit jungen Jahren auf die Friedens- und Konfliktforschung. Hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang seine zahlreichen internationalen Aktivitäten, u.a. war er 2002-2004 Co-Vorsitzender des International Criminal Tribunal for Afghanistan (IC-TA) und von 2004-2005 des International Criminal Tribunal for Iraq (ICTI).

Internationale Bekanntheit in Forscherkreisen erlangte er insbesondere durch seine über dreieinhalb Jahrzehnte andauernde Tätigkeit als Vorsitzender der Internationalen Rosa Luxemburg-Gesellschaft, die 1980 auf seine Initiative in Zürich gegründet wurde. Die Gesellschaft hat seitdem 18 wissenschaftliche Konferenzen mit großer internationaler Beteiligung in verschiedenen Städten der Welt (Beijing, Berlin, Bochum, Chicago, Guangzhou, Hamburg, Moskau, Paris, Seoul, Tampere, Tokio, Warschau, Zürich) durchgeführt und dazu eine Reihe von Konferenzbänden herausgegeben. Sein besonderes Anliegen war es dabei, in jenen Jahren des „Kalten Krieges“ eine Möglichkeit der Begegnung und Verständigung von Rosa-Luxemburg-Forschern aus West und Ost zu schaffen. Weiterhin hat Narihiko Ito viele Jahrzehnte an den alljährlich in Linz stattfindenden Tagungen der International Conference of Labour and Social History – ITH - als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der ITH und als Vertreter der japanischen Geschichtswissenschaftler mitgewirkt.

 Die Liste seiner Publikationen auf Japanisch, Deutsch und Englisch ist lang. Beispielhaft seien genannt: In Japan: Licht zur Überwindung des Dunkels – Für die Beziehungen zwischen Japan und Korea im 21. Jahrhundert (2000); Eine Geschichte des Artikels 9 der japanischen Verfassung(2001, Koreanische Übersetzung 2005, deutsche Übersetzung 2006); Frieden und Gerechtigkeit in Palästina! (2002); in Deutschland: Rosa Luxemburg „Ich umarme Sie in großer Sehnsucht“. Briefe aus dem Gefängnis 1915-1918 (Bonn 1980, 1984, 1996); Japan und die friedliche Wiedervereinigung Koreas (Osnabrück 2002); Der Friedensartikel der japanischen Verfassung – Für eine Welt ohne Krieg und Militär (Münster 2006); mit Annelies Laschitza & Ottokar Luban (Hg.): Rosa Luxemburg. Ökonomische und historisch-politische Aspekte ihres Werkes (Berlin 2010); deutsch/englisch: Wegweiser zum Gedanken Rosa Luxemburgs / Guide to the Thought of Rosa Luxemburg (Tokio 2007). 2011 wurde ihm der „Literati Network Award for Excellence 2011“ verliehen, und zwar für seinen Aufsatz „Is the national question an aporia for humanity? How to read Rosa Luxemburg’s ‘The national question and autonomy’”, in: Research in Political Economy, 2011/vol. 26.

Seine große Lebensleistung besteht zum einen im Kampf um den Erhalt des Artikels 9 der japanischen Verfassung, in dem das Recht auf Kriegführung verboten wird, auch wenn die konservativen japanischen Regierungen die Wirkung des Artikels immer mehr ausgehöhlt haben, und zum anderen im intensiven Einsatz für die Verständigung mit Korea nach dem Ende der japanischen Kolonialherrschaft. Anlässlich des 100. Jahrestags der Annexion Koreas durch Japan organisierte Narihiko Ito 2010 einen großen Kongress in Tokio mit mehr als 1.000 TeilnehmerInnen. In den beiden Koreas gab es keine vergleichbare Veranstaltung. Eine jahrzehntelange Freundschaft verband ihn mit dem 2009 verstorbenen südkoreanischen Präsidenten Kim Dae-Jong, der die „Sonnenscheinpolitik“ initiiert hatte. Auch zu den chinesischen KollegInnen knüpfte er als Mitglied (seit 1986) des Steering Committee des jährlichen China-Japan Ziviltreffens für Frieden in Asien wie auch als Rosa-Luxemburg-Forscher wichtige Verbindungen für eine Versöhnung mit dem einst von Japan besetzten China.

Seine weitere bedeutende Lebensleistung liegt in seinen eigenen fundierten Rosa-Luxemburg-Arbeiten und den beständigen, intensiven Anregungen für die internationale Rosa-Luxemburg-Forschung durch das von ihm geleitete Wissenschaftler-Netzwerk, die Internationale Rosa-Luxemburg-Gesellschaft. So hat er noch in den letzten Jahren die internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenzen in Moskau (2011), Paris (2013) und Seoul (2015) initiiert und 2014 einen japanischen Tagungsband mit Referaten dieser internationalen wissenschaftlichen Tagungen herausgebracht. Trotz erheblicher gesundheitlicher Beeinträchtigung, vor allem seines Augenlichts, steht er als Ehrenvorsitzender weiterhin mit der Internationalen Rosa-Luxemburg-Gesellschaft in Verbindung. Auch auf Grund all dieser Impulse ist in den letzten Jahren eine ganze Reihe viele Aufsätze, Monographien, Editionen und Konferenzbände zum Thema Rosa Luxemburg in vielen Teilen der Welt erschienen: in Argentinien, Brasilien, China, Japan, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, (Süd-)Korea, USA (siehe: http://www.internationale-rosa-luxemburg-gesellschaft.de ).

Wichtig sind hier vor allem die Ergänzungsbände mit bisher nicht bekannten Werken Rosa Luxemburgs, die von Annelies Laschitza und Eckhard Müller (2 Bde. mit je 900 S,) sowie - die übersetzten polnischen Arbeiten – von Holger Politt ediert werden. Von großer Bedeutung für die internationale Rosa-Luxemburg-Forschung ist das englischsprachige Projekt „Complete Works of Rosa Luxemburg“, von dem bereits zwei Bände in der Hauptherausgeberschaft von Peter Hudis erschienen sind, sowie das Vorhaben einer chinesischen (!) Edition der kompletten Werke. Auch in Frankreich wird nach bereits drei erschienenen Bänden an einer kompletten Ausgabe von Luxemburgs Werk gearbeitet. 

Prof. Narihiko Ito kann seinen 85. Geburtstag in dem Bewusstsein begehen, dass er als wichtiger Impulsgeber dazu beigetragen hat, dass Rosa Luxemburgs Ideen nicht nur lebendig geblieben sind, sondern auch international eine weite Verbreitung erfahren haben. Seine mit ihm befreundeten Kolleginnen und Kollegen in aller Welt senden dem Jubilar in Kamakura die allerbesten Wünsche.

 

Professor Dr. Narihiko Ito is 85

On 24 October, 2016 Professor Dr. Narihiko Ito, the Japanese Rosa Luxemburg and peace researcher, celebrated his 85th birthday.

Narihiko Ito was born in 1931 in the old imperial capital of Kamakura, where he still lives today. Till his retirement as Emeritus Professor in 2002, he taught as a distinguished professor in the faculty of Social Sciences at the Chuô University in Tokyo. In between he acted as Visiting Professor in places among which particularly notable is the University of Osnabrück. Since his young days his social and scientific engagement has been concentrated on peace and conflict research. Among his numerous international activities what needs to be stressed in this context is that in 2002-2004 he acted as the Co-Chairman of the International Criminal Tribunal for Afghanistan (IC-TA) and in 2004-2005 of the International Criminal Tribunal for Iraq (ICTI).

Among the researchers he obtained international reputation particularly through his sustained activities over three and half decades as the President of the International Rosa Luxemburg Society, which was founded in Zürich in 1980 on his initiative. Since then the Society has held 18 scientific conferences with large international participation in different cities of the world (Beijing, Berlin, Bochum, Chicago, Guangzhou, Hamburg, Moscow, Paris, Seoul, Tampere, Tokyo, Warsaw, Zürich) and has, besides, published a series of conference volumes. In the years of the “Cold War” his special concern was to see to it that Rosa Luxemburg researchers from the East and the West could meet and come to an understanding. Further, as a Member of the Advisory Body and as a representative of Japanese social scientists Narihiko Ito has, for many decades, collaborated with the International Conference of Labour and Social History – ITH -- in its annual conferences held in Linz.   

The list of his publications in Japanese, German and English is long. To name, for example : in Japanese : “Light towards overcoming of Darkness --- For Relations between Japan and Korea in the 21st century” (2000); “A History of Article 9 of the Japanese Constitution” (2001, Korean translation 2005, German translation 2006); “Peace and Justice in Palestine !” (2002); in German : ‘Rosa Luxemburg “I embrace you, I so much long for you ”. Letters from Prison 1915-1918’ (Bonn 1980, 1984, 1996); “Japan and peaceful reunification of Korea” (Osnabrück, 2002); “The Peace Article of the Japanese Constitution --- for a World without War and Militarism” (Münster 2006); with Annelies Laschitza & Ottokar Luban (eds.) “Rosa Luxemburg. Economic and historic-political aspects of her Work” (Berlin 2010); German/English: “Guide to the Thought of Rosa Luxemburg” (Tokyo 2007). In 2011 he was conferred the “Literati Network Award for Excellence 2011” for his essay “Is the national question an aporia for humanity? How to read Rosa Luxemburg’s ‘The national question and autonomy’”, in: Research in Political Economy, 2011/vol. 26.

The major accomplishment of his life has been the struggle for the retention of Artice 9 of the Japanese Constitution, which forbids the right to wage war, the working of which the conservative Japanese regime has always tried to strike at. Among other activities he has been involved in intensive activities concerning an understanding with Korea after the end of colonial rule. On the occasion of the centenary of Japan’s annexation of Korea Narihiko Ito organized a big Congress in Tokyo in 2010 in which more than 1000 persons participated. No such comparable event has taken place in the two Koreas. A decade long friendship tied him in 2009 with the deceased South Korean President Kim Dae-Jong, the initiator of “sunshine politics”. As member of the Steering Committee of the Annual China-Japan Civil meet for Peace in Asia as well as a Rosa Luxemburg researcher since 1986 he has been tied up with the Chinese colleagues towards building up important contacts for reconciliation with China, which was once occupied by Japan.            

The other meaningful achievement of his life has been his self-funded work on Rosa Luxemburg and the constant, intensive inspiration that he has provided to international Rosa Luxemburg research through the scholarly network, the International Rosa Luxemburg Society, which he has guided. Thus, he initiated even the last international Rosa Luxemburg conferences in Moscow (2011), Paris (2013) and Seoul (2015) and in 2014 brought out a volume in Japanese comprising the presentations made in these conferences. Despite his impaired health, particularly his eye sight, as its honoured President his wide contacts with the International Rosa Luxemburg Society continue. Because of this inspiration a wide range of essays, monographs, editions, conference volumes over Rosa Luxemburg has appeared in different parts of the world over the last few years : in Argentina, Brazil, China, Japan, Germany, France, Great Britain, India, South Korea, USA (see: http://www.internationale-rosa-luxemburg-gesellschaft.de ).  

Most importantly,  supplementary volumes of the hitherto unknown works of Rosa Luxemburg are being published under the editorship of Annelies Laschitza and Eckhard Müller (2 volumes, each 900 pages) and Holger Politt is engaged in editing the translations of the Polish works as well. For international Rosa Luxemburg research what is of great importance is the English language project of “The Complete Works of Rosa Luxemburg” in which two volumes, under the chief editorship of Peter Hudis, have appeared and there is also the Chinese project of bringing out an edition of the complete works. In France too, after publication of three volumes a complete edition of Luxemburg’s works is being worked upon.      

Professor Narihiko Ito can in his consciousness celebrate his 85th birthday with the feeling that as a prominent motive builder he has contributed to the idea that Rosa Luxemburg’s ideas have not only stayed alive but the circulation of her ideas is being experienced internationally too very widely. On the occasion of this anniversary his colleagues all over the world send him in Kamakura all their best wishes. 

Prepared by György Széll and Ottokar Luban - Translation into English: Sobhanlal Datta Gupta